jongens zittend op een gele tribune trap met op de achtergrond een tekst ''don't trash the future'' in het Lyceum Schravenlant

Nachhaltiges Bewusstsein

Lyceum Schravenlant

Die Gemeinde Schiedam, eine Nachbarstadt von Rotterdam, hat die Prinzipien einer zirkulären Wirtschaft, und dann vor allem die Philosophie von cradle-to-cradle mit schadstofffreien Kreisläufen zum Ausgangspunkt ihrer Neubauten gemacht. Das Gymnasium Schravenlant ist Zeuge dieser Ambitionen. Die sehr hohen Ambitionen von Schule, Gemeinde und LIAG in Bezug auf Nachhaltigkeit wurden auf vielfältige Weise integriert. Diese Bemühungen wurden mit dem holländischen Preis für nachhaltige Architektur 2014 belohnt.

Fotografie: Moni van bruggen, Sebastiaan Knot en Ben Aarts

Funktion:
Gymnasium mit Sportanlage

Client:
Stichting Openbaar Scholengroep Vlaardingen Schiedam

Standort:
Schiedam, Niederlande

Status:
in gebruik

Bei dem Vorbildprojekt für die Anwendung nachhaltiger Maßnahmen und städtischer Gebietserneuerung sind verschieden Maßnahmen umgesetzt. Der CO2 neutrale Neubau wird für pädagogische und kulturelle Aktivitäten verwendet. Gleichzeitig können heranwachsende Generationen an Hand von Informationsschirmen erkennen welche Einsparungen die Maßnahmen ermöglichen.

Der Aufbau des Gebäudes macht es möglich Teile hiervon auf sehr einfache Weise einer anderen Nutzung zuzuführen, sollte sich weniger Schüler als erwartet anmelden. Gleichzeitig wurde die Konstruktion auf eine mögliche Erweiterung vorbereitet. Zusätzlich wurden andere Nutzung untersucht, so dass das Gebäude maximal flexibel einsetzbar ist.

Eine begrünte Innenwand die die Feuchtigkeit reguliert und Sauerstoff produziert steht Symbol für all die Maßnahmen die nicht immer erkennbar sind. Die Pflanzen wurden so gewählt, dass keine Unterhaltsmaßnahmen anfallen. Begrünte Dächer sorgen für eine Feinstoffreduktion. Außerdem wurde es durch eine minimalisierte Gebäudeoberfläche möglich große Teile des vorher versiegelten Grundstücks zu entsiegeln und zu begrünen. Hierdurch wird der benachbarte Beatrixpark auf dem Grundstück fortgesetzt und kommt diese, für die Stadt wichtige grüne Lunge, näher ans Stadtzentrum heran.

Hidde van der Kluit, Jurymitglied des Preises für nachhaltige Architektur
Die Jury ist davon überzeugt, dass die Schüler ein erhebliches Maß an Kenntnis und Sensibilisierung für das Thema Nachhaltigkeit mitbekommen. Bessere Verfechter des Anliegens als diese Altersgruppe kann man sich kaum vorstellen.

Weitere Maßnahmen sind sehr divers und richten sich sowohl auf die Einsparung bzw. Produktion von Energie, als auch auf ein gesundes Innenklima und Materialsierung des Gebäudes. Im Einzelnen ist folgendes zu benennen: Sämtliches Regenwasser wird in den Grauwasserkreislauf eingespeist, wobei überschüssiges Wasser auf dem Grundstück versickert wird. Dies spart ca. 87% Trinkwasser für die Schule. Alle Fassaden und Dächer sind hoch isoliert und mit dreifach Verglasung ausgestattet. Je nach Orientierung sind Fassaden so ausgelegt, dass Wintersonne ins Gebäude eindringen kann während im Sommer eine übermäßige Aufwärmung durch Sonnenschutzmaßnahmen verhindert wird. Tageslichtreflektoren sorgen in allen Situationen für extra Tageslicht in de Räumen die alle von zwei Seiten Tageslicht erhalten. Die künstliche Beleuchtung wird über Sensoren geregelt und wird tageslichtabhängig gesteuert. Zusätzlich sorgen Sensoren dafür, dass die Lüftung aller Räume CO2 gesteuert wird und abhängig von der Belegung der Räume funktioniert. Eine, an die Photovoltaikanlage angeschlossene Wärmepumpe sorgt für Heizung und Kühlung, wobei die Wärme und Kälte über die Gebäudemasse distribuiert wird. Warmwasser für die Duschen wird mittels Sonnenkollektoren erzeugt. Die Statik wurde so ausgelegt, dass in der Zukunft vier kleine Windturbinen extra Strom erzeugen können. Außerdem wurden alle Materialien auf ihre Wiederverwertbarkeit getestet und Produktionsmethoden untersucht um Gebrauch von Schadstoffen ausschließen können.

Während des gesamten Prozesses wurden die Schüler der Schule mit Wettbewerben und Workshops am Entwurfsprozess beteiligt. So ist der Empfangstresen durch einen Schüler in Zusammenarbeit mit LIAG entwickelt worden, wurde die Innenausstattung unter Beihilfe der Schüler realisiert und wurde ein Unterrichtsprogramm über Nachhaltigkeit mit der Schule entwickelt.

Das Gebäude wurde wegen seiner innovativen Lösungen auf all diesen Gebieten auf der Architekturbiennale von Venedig 2016 im zentralen Pavillon vorgestellt.

Jurybericht Gouden Kikker 2012
Die Jury ist davon überzeugt, dass die Schüler ein erhebliches Maß an Kenntnis und Sensibilisierung für das Thema Nachhaltigkeit mitbekommen. Bessere Verfechter des Anliegens als diese Altersgruppe kann man sich kaum vorstellen.

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