open klaslokaal van basisschool en buitenschoolse opvang de Toverberg in Zoetermeer met lerende kinderen, een dakraam en een rondomlopende vide

Eine Schule ohne Klassenzimmer

IKC De Toverberg

Der Neubau des kombinierten Kinderzentrums De Toverberg wurde von LIAG in enger Zusammenarbeit mit den Nutzenden entworfen. TOM (Team Unterricht nach Mass), eine komplett neues Konzept des Primarunterrichts diente hierbei als Ausgangspunkt. Das Kinderzentrum vereint in einem Gebäude die Grundschule 't Schrijverke, die Kindertagesstätte De Drie Ballonnen und das Jugend- und Familienzentrum Meerpunt. Auf Basis dieser Ausgangslage hat LIAG ein flexibles, zukunftsorientiertes und vor allem kindergerechtes Schulgebäude entworfen.

Fotografie: Ben Vulkers

Funktion:
Grundschule, Kinderbetreuung, außerschulische Betreuung, Kindertagesstätte, Jugend- und Familienzentrum

In Auftrag von:
Gemeinde Zoetermeer

Standort:
Zoetermeer

IKC De Toverberg in Zoetermeer ist eine Schule ohne Klassenzimmer. Das Gebäude beherbergt einen großen, offenen Raum, der durch eine Split-Level–Organisation unterteilt wird. Die Zonierung erfolgt mittels der Einrichtung und transparenter Trennwände, auf diese Weise werden unter anderem Gruppenbereiche geschaffen.

DAS AUGENMERK RICHTET SICH AUF PÄDAGOGISCHE QUALITÄT

Die Kinder lernen hier nach einem auf sie individuell abgestimmten Lehrplan. In wechselnden Lerngruppen wird der Unterricht an die Lernbedürfnisse und den Entwicklungsstand der einzelnen Kinder angepasst. Um diese besonderen Arbeits- und Lernformen anbieten zu können, sind die Unter-, Mittel- und Oberstufe in verschiedene Einheiten eingeteilt, die wiederum über die Organisation in Split-Levels miteinander verbunden sind. Die jeweiligen Einheiten haben verschiedene Nischen und Zonen, in denen in Gruppen oder individuell gelernt und gearbeitet werden kann. Hier gibt es auch kleine Ruheräume beziehungsweise Selbstlernplätze, die als einzige im Gebäude mit einer Tür geschlossen werden können. Entlang der Fassade sich die Gruppenbereiche in Form von offenen Zonen angeordnet. In der Mitte dieser Gruppenbereiche befindet sich ein gemeinschaftlicher Spielbereich.

Der Spielsaal, der an das Atrium grenzt, kann unterschiedlich eingesetzt und mit einer großen flexiblen Wand an die Aula gekoppelt werden. Die Aula und der Spielsaal formen zusammen das Herz des Gebäudes. Hier sind an der einen Seite die Kindertagestätte angeschlossen und an der anderen die Unterstufe der Schule.

Etliche Schulkinder nehmen stolz ihre Oma an die Hand, um ihr „ihre“ Schule zu zeigen.”
John Vonk (Direktor der IKC Toverberg)

NATÜRLICHER UMGANG VON KINDERN UND ERWACHSENEN

Im Schulkonzept sind keine voneinander getrennten Räume vorgesehen. Die Kinder, der Schuldirektor, die Verwaltung und die Lehrkräfte sollen gemeinsam in einem offenen Raum zusammen sein. Darum befinden sich auf den verschiedenen Ebenen in der Mitte des Gebäudes zahlreiche offene Arbeitsbereiche und gibt es in der ganzen Schule keine geschlossenen Büros mehr. Der große Luftraum sorgt dafür, dass Tageslicht bis tief ins Innere des Gebäudes gelangt. Hier ist auch die zentrale Treppe gelegen, welche die unterschiedlichen Geschosse miteinander verbindet. Die Treppe ist mit großer Sorgfalt entworfen, so dass sie auf spielerische Weise die natürliche Wegeführung im Gebäude unterstützt. In sie wurde eine Rutschbahn für die Kinder integriert und unter der Treppe liegt das Spielhaus für die Unterstufe. Ein Beispiel dafür, wie das innovative pädagogische Konzept von aktivem und herausforderndem Unterricht im Entwurf umgesetzt wurde.

DAS GEBÄUDE STRAHLT OPTIMISMUS AUS

Das neue Kinderzentrum liegt im Quartier Buitengebied-West, einem typischen Ortsteil aus den 1970er-Jahren. Die Fassade des Gebäudes mit ihren vor- und zurückspringenden Fenstern und der Kombination von weißem Putz mit gelben Backsteinen steht in angenehmen Kontrast zu den dunklen roten Backsteinfassaden der stringenten Nachbarbebauung. Durch die verspringenden Fenster, bilden sich im Inneren Nischen, die von den Kindern als Sitzgelegenheit genutzt werden können. Hier entsteht nicht nur ein schöner Ort zum Lernen und zum Lesen in Kontakt mit der Umgebung. Auf diese Weise sind die Aktivitäten der Schule auch von außen gut sicht- und erlebbar.

Die Innenausstattung wurde von LIAG in Zusammenarbeit mit Marjo van Keulen entwickelt. Marjo van Keulen hat für die Unicoz Onderwijsgroep, zu der auch IKC De Toverberg gehört, das Mobiliar all ihrer Schulen entworfen.

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